The last days….

27 02 2008

…in meinem geliebten Erlangen sind angebrochen. Gestern war nochmal Feierei in der Havanna-Bar. Nach zwei Long Island Ice Tea und einem Mai Tai war dann erst mal der Kanal voll und wir sind noch ins Ewerk getorkelt, wo allerdings nichts los war, und so haben wir uns dann alle schön nach Hause begeben.

Heute hab ich den Tag dann erst mal damit begangen, meine Amazon-Bestellung entgegenzunehmen, zwei Alben von Pain Of Salvation und zwei Bücher. Eins ist „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“ von Pierre Bayard, eins ist „Die Leiden des jungen Werther“ von – na wem wohl.

Dann noch Klamotten rauslegen, feststellen, dass ein Koffer nicht reichen wird, telefonieren, ICQen, und lauter so Zeuch.

Nachmittags dann in die Stadt, bei Nicole noch nen Haaaammer Kaffee getrunken und noch mit Xenia Gassi gegangen.

Nach dem Spaziergang habe ich mich dann nochmal in meiner Einsamkeit in die Uni begeben – unter anderem weil ich pinkeln musste. Dann stand ich erst einsam am Gang. Leere, der typische Uni-Geruch, ein paar gammlige Studenten, die im Audimax-Vorraum auf den Bänken saßen, die üblichen Poster an den Wänden, draußen einbrechende Dunkelheit. Ich hab dann beschlossen, nochmal in den 6. Stock im C-Turm zu fahren, und nochmal nen Blick auf die Ergebnislisten zu werfen. Dass ich da nichts finden würde, was mir irgendwie weiterhilft, war mir klar, aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund stand ich dann da, und hab mir gedacht: „Mann, wie oft warst du hier schon gestanden, hast die Listen nach deinem Codenamen abgesucht (der meistens auch nicht weniger beknackt war als die der anderen Kommilitonen), hast dich gefreut, wenn wieder mal eine Prüfung bestanden war..“   Naja, nach einiger Zeit bin ich dann vom reinen Nachsinnen in eine regelrechte Melancholie gefallen, nachdem ich auch noch aus dem großen Fenster über die Stadt geschaut hab. Dann sind mir die letzten Semester noch mal ein bisschen in Erinnerung gekommen. Das mehr als coole SS 06, in dem wir jeden Donnerstag nach dem Chicago-Seminar in der Bib gesessen waren, bei ziemlich krasser Hitze, meistens einem Sixpack Bier, einer Pizza und Dummwaaf vom Feinsten. Danach immer Cycles, als man noch rauchen durfte. Zirndorfer,Gutmann Dunkel. Schwitzen. Nach Hause wanken. Tagsüber Uni, schwitzen, im Schlossgarten rumliegen, in der Bib sitzen und Ordner durchblättern. Das alles kam mir dann, als ich auf die unter mir liegende Bismarck-Straße geschaut hab. Und zu allem Überfluss hab ich mich dann auch noch in die Bib begeben, in der Hoffnung da jemanden zu finden, den man kennt. War natürlich keiner da. Ich dann nochmal runter in die Anglistik, Amerikanistik war schon dunkel. Noch ein Buch zu Film Studies durchgeblättert, wieder hoch, Jacke angezogen, einen wehmütigen Blick auf die Sitzecke, auf der wir immer rumgefläzt sind. Aufs Zeitschriftenregal und die Bücher nebendran. Raus zur Tür, und auf einmal bewusst, dass ich nicht nur das SS verpasse, sondern übermorgen weg bin. Das hat mich dann getroffen wie der sprichwörtliche Ten Ton Hammer. Dann war offiziell das Gefühl da, dass man jetzt eine Weile weg ist. Und auf einmal – so merkwürdig das jetzt klingt – hab ich Sehnsucht nach der Uni, nach dem Sommersemester, nach der Sauferei nach den Seminaren bekommen. Und vor allem: mir ist bewusst geworden, dass ich den Ort Erlangen auch vermissen werde. Jetzt bin ich ja kein besonderer Freund des Konzeptes „Heimat“, aber irgendwie hängt man ja doch an seiner Stadt. Dass ich mich überall auf Anhieb wohlfühle, war dann erst mal vergessen und ich hab auf der Heimfahrt dann noch ein bisschen nachgedacht und hab beschlossen, dass wenn ich morgen nochmal Zeit haben sollte, ich auf jeden Fall nochmal in der Stadt rumlaufen werde, und Abends trink ich im Cycles noch ein Gutmann Dunkel, auf die guten alten Zeiten, und dann geh ich heim und leg mich ins Bett.

Freitag ist schließlich um halb vier aufstehen angesagt, und dann ist bis Abends Stress, Flugzeuge erwischen, Gepäck aufgeben, rumrennen, auf Englisch umschalten…..Und dann hab ich danach hoffentlich – in den USA angekommen – die Muße noch einen Blogeintrag zu schreiben.

So long, folks!

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Was macht eigentlich eine Frauenbeauftragte….

25 02 2008

…wenn sie grade keine Frauen zum Beauftragen hat? Richtig, sie organisiert Seminare. Und das kommt dabei raus, wie Jon und ich heute in der Kochstraße sehen durften:

Dozentinnen können also nicht wissenschaftlich schreiben….aha….

Wie man sieht: Die Arbeit einer Frauenbeauftragten besteht also auch darin, Dozentinnen, die dank des tollen Förderprogramms in den Genuss einer Promotion oder Habilitation gekommen sind, das wissenschaftliche Schreiben beizubringen. Vielleicht wäre es so weit nicht gekommen, wenn man seine wissenschaftlichen Mitarbeiter nach wie vor ganz konventionell nach Qualifikation eingestellt hätte. Auf der anderen Seite: Eine gute Möglichkeit für junge unerfahrene Nachwuchswissenschaftlerinnen, ganz unbehelligt sich doch noch „Soft Skills“ anzueignen, ohne unter den ganzen Studentinnen groß aufzufallen….

(nicht ganz ernst gemeint….)





Where’s my home?

22 02 2008

….far from home? Ich habe nun zwei Angebote, wo ich in den USA wohnen könnte, und allem Anschein nach wird es das erste Angebot, das ich bekommen habe, auch werden. Das zweite, ein Zimmer im Hause eines deutschen Siemens-Kollegen, wäre zwar im Nachhinein etwas verlockender, aber da Melissa (die Landlady von Zimmer No. 1) natürlich mit meinem Kommen gerechnet hat und das Zimmer dementsprechend frei gehalten hat, wäre es nicht die feine englische Art, sie jetzt auf die letzten Tage noch zu verprellen. Ich bin ja flexibel und kann überall und mit jedem auskommen, in so fern. Und die halbe Stunde, die ich morgens länger ins Büro brauche, daran werde ich mich auch gewöhnen.

Um meinen Lesern jetzt noch einen Eindruck zu verschaffen, wo denn dann mein neues Zuhause überhaupt sein wird, hier mal ein kleiner Kartenausschnitt (ich hoff es geht..):

Größere Kartenansicht





….ein paar Handouts zu Referaten, die ich gehalten habe

18 02 2008

…stelle ich heute mal online. Mir war eben langweilig und da habe ich beschlossen, dass ich einfach mal alles, was ich bisher im Laufe meiner universitären Karriere an Material verfasst habe, hochlade. Die Hausarbeit, die ich dieses Semester über David Lynchs „Mulholland Dr.“ geschrieben habe, werde ich auch hochladen, sobald ich eine Note bekommen habe. Die wird dann – ähnlich wie bei der Syntax-HA, auch veröffentlicht, so dass man sich als Leser orientieren kann, ob das, was man vor sich hat, auch gut ist, oder eher als abschreckendes Beispiel dienen sollte.

Kommentare sind erwünscht, wer etwas davon verwenden will, bitte zuerst mit mir in Kontakt treten. Ich stelle alles gerne zur Verfügung, nur würde ich gerne davon erfahren!

Rezension zu “Die Offenbarung” von Robert Schneider

Position Paper zu “Mulholland Dr.”

Rezension zu “Der fliegende Berg” von Christoph Ransmayr

Referat “Literaturkritik im Vormärz und Jungen Deutschland – Heine als Kritiker”

Summary zu “Corpora and Language Learning”

Handout zu “Chicago and the Blues”

Hausarbeit: “Phrasal and Prepositional Verbs in Learner’s Dictionaries”





Die Hausarbeit, die USA und ich…..

13 02 2008

….schon wieder ein Eintrag, aber nur weil ich im Moment so gerne schreibe….

Heute ist mein Visum gekommen. Ich hatte ja vergessen zu erzählen, dass man beim US-Konsulat in Begleitung eines frankierten DIN-A5-Rückumschlages erscheinen muss. Ich dachte mir ja schon, dass der Umschlag dann für das Visum gedacht ist. Aber dass das Konsulat von ‚God’s Own Country‘ so mit meinem Reisepass umgeht, ist schon der Hammer: In dem Umschlag, der heute gekommen ist, steckte also mein Reisepass. Mit Visum drin. Sehr schönes Teil, mein Konterfei drauf, direkt neben Abraham Lincoln. Eine Ehre. Eine Seite danach haben sie meine Formulare, die ich auch für die Einreise brauch, zusammengefaltet und eingetackert. Das sieht seeeeeehhr Makeshift aus. Und das Beste: Der Umschlag war nicht mal als Einschreiben geschickt. Will heißen, wenn der Postbote – aus welchem Grund auch immer – den Umschlag verschlampt hätte, dann wär mein Pass samt Visum jetzt weg, und niemand könnte was machen. Tolle Sache, und äußerst professionell.

Naja. Ein anderes Thema, das mich im Moment beschäftigt, ist meine HA über David Lynch’s Mulholland Dr. Ich bin ja eigentlich fertig, aber ich werde mich heute nochmal in die Bib setzen und versuchen, doch noch wenigstens die 10 Seiten vollzubringen (es sind im Moment 9,5). Vielleicht rennt mir dann ja auch der Jon über den Weg, dann kann der sich das Werk auch nochmal anschauen. Und wenn der sagt, dass es scho ok is, dann werd ich drucken und abgeben. Dann is mir das egal, man muss ja nicht zum Äußersten gehen, wenn es um Perfektionismus geht. Es hat aber dennoch Spaß gemacht, die Arbeit zu schreiben, auch wenn ich am Schluss schon sehr auf dem Schlauch stand, speziell was den Schluss anging.





….and so it begins….

10 02 2008

Jawohl….Herzlich willkommen zu meinem ersten Eintrag auf diesem wunderschönen Blog. Eingerichtet hab ich dieses Ding eigentlich nur, damit ich – während ich in den USA bin – dem daheimgebliebenen Volk ein bisschen von meinen Erlebnissen ‚abroad‘ berichten kann. Vielleicht wirds den Blog nach meiner Rückkehr auch noch geben, aber dann hauptsächlich nur noch, damit ich selber ab und zu nachlesen kann, was ich denn in dem halben Jahr so getrieben habe, und vielleicht die ein oder andere Erinnerung wieder lebendig werden lassen kann. Nebenbei wirds hier wohl auch noch die ein- oder andere Plattenrezension und ein bisschen Gelaber über Musik im Allgemeinen geben. Selbstverständlich werde ich hier auch meine universitären Gedanken und Werke veröffentlichen, so fern ich sie für gut genug halte, um sie mit der Außenwelt zu teilen. Wer weiß, vielleicht bekomm ich ja nach meiner Rückkehr mein Tutorium, und dann kann ich hier coole PDFs oder so hochstellen…

Nun aber mal zum eigentlich tagesaktuellen: Ich war am Freitag morgen beim US-Konsulat in Frankfurt und habe mich da zwecks meines Visums interviewen lassen. Das Konsulat an sich ist schon ein etwas respekteinflößendes Gebäude, mit Stacheldraht umzäunt und so, halt richtig wichtig. Sieht von außen aus, wie ein Hochsicherheitsgefängnis oder eine Bundeswehr-Kaserne….Drinnen hat mich dann ein etwas gestresster junger Mann erwartet, der meine Dokumente in Empfang genommen hat und sich auch gleich noch meine Fingerabdrücke hat geben lassen. Ich wurde danach weitergeleitet, zunächst auf einen Sessel, danach an eine junge Dame hinter einer Glasscheibe, die mich dann nochmal Sachen gefragt hat, die sie sich eigentlich – wenn sie sich meine Unterlagen durchgelesen hätte – hätte sparen können, aber ich bin ja freundlich und hab schön geantwortet. Schließlich war ich ja da, um mein tolles Visum zu bekommen. Naja, bekommen werde ich es auch, es wird laut der jungen Dame so in ca. einer Woche bei mir eintrudeln. Hoffentlich. Denn ohne das Visum kann ich nicht in die USA einreisen, und dann kann ich auch mein Praktikum bei Siemens nicht machen. Praktikum bei Siemens? Als Deutsch-Englisch-Lehrämtler? Jaa, das ist eine lange Geschichte, und die werde ich vermutlich mal in einem anderen Post erzählen.

Noch was muss ich aber loswerden: Ich habe neue Bands entdeckt, die es mir persönlich sehr angetan haben. Eine davon, „Between the Buried and Me“, habe ich entdeckt, als ich auf der Dream Theater Myspace-Seite war. Die gehen mit den Göttern von Dream Theater auf Tour, und als erstes hab ich gedacht, naja, wenn die mit DT auf Tour gehen, dann wird das schon ne Band sein, die musikalisch irgendwie auf der Höhe ist. Was ich allerdings gehört hab, als ich dann auf der BTBAM-myspace-Seite war, das hat mich dann schon umgehauen. Es gibt ja in letzter Zeit eine Menge Trends im Bereich der harten Musik. Einer der Trends ist scheinbar auch, ultrakrassen Death-Core zu machen, der zwar richtig in die Fresse haut, aber weiter auch nichts. In diesem Bereich gibt es eine Menge austauschbarer – wenn auch technisch ganz guter – Bands. Dass bei BTBAM auch der eine oder andere Blastbeat und tiefe Growl vorkommt, hat mich zunächst in die Irre geführt, dass diese Band auch oben genanntem Trend aufgesessen ist. Weit gefehlt, denn wenn man sich mit der Musik, die BTBAM machen, mal näher auseinandersetzt, dann tun sich Abgründe, Höhen und weitere Facetten auf, die man heute in den meisten Metal-Bands vergebens sucht. Weit ab von allen Klischees ziehen Between the Buried and Me (trotz des eher metalcorigen Namens) ihr eigenes Ding durch. Und die Herren sind nicht nur gute Musiker, sondern können auch verdammt gute Lieder schreiben. Da mischen sich dann Blastbeats, ultrafette Half-Time Riffs, und geschrieene Vocals mit plötzlich auftretenden Jazz-Anleihen, schrägen Tonalitäten und mittendrin tauchen sphärische Melodien auf, die teilweise fast etwas von Pink Floyd haben. Man könnte BTBAM als eine Mischung aus Opeth, Mudvayne, Job For a Cowboy, Porcupine Tree und Pain Of Salvation bezeichnen. Was ich beeindruckend finde, ist dass die Band absolut auf alle Trends scheißt und sämtliche Deicide- und Dissection-Klone, die in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen, einfach links überholt und anspruchsvolle, komplexe Musik macht, ohne bemüht zu klingen und es schafft, trotz aller ungezügelten Gewalt auch noch Melodien mit in die Songs zu packen, ohne irgendwie kitschig zu werden. Für alle Freunde experimentierfreudiger Musik ein Leckerbissen. Neues Album heißt übrigens „Colors“.

Die zweite Band hat einen ähnlichen Stil, nur etwas weniger vertrackt, und mit mehr cleanen Vocals, die teilweise nach Judas Priest oder auch Nevermore oder Scar Symmetry klingen. Tim Roth ist nicht nur ein verdammt guter Gitarrist, sondern er heißt auch Tim mit Vornamen, was ihn mir natürlich noch sympathischer macht. Die Band heißt übrigens „Into Eternity“ und das hier ist ihre Myspace-Seite.

Ich denke ich werde mir von beiden Bands demnächst mal Alben zulegen.





Hello world!

10 02 2008

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