Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Siemens sowas wie eine große Familie ist. Dass einige Geschäftsgebiete in Erlangen Außenstellen oder – wie Med – sogar ihr Hauptquartier haben, ist auch bekannt. Dass es aber so weit kommen muss….Ich war am Wochenende, genauer gesagt am Samstag, ein zweites Mal in New York City. Dort angekommen, haben wir uns zunächst von Ground Zero bis zum Battery Park bewegt, um mit der Fähre nach Staten Island zu fahren. Ich weiß ja, dass wir zwei Oberpfälzer in unseren Reihen haben. Ein Kollege kommt dann noch aus Herzogenaurach, zwei Kolleginnen aus Bamberg und jetzt ist auch noch eine aus Hemhofen da. Das habe ich wiederum auf der Fähre nach Staten Island herausgefunden. Wir sind schon ernsthaft am Überlegen, ob wir einen Franken- bzw. Bayern-Stammtisch aufmachen. Es ist echt unglaublich, da fliegt man 6000 Kilometer weit, und trifft doch nur Leute aus der Heimat. Gut, dass hier lauter Deutsche sind, war klar, aber dass dann auch noch die Mehrheit aus der nächsten Umgebung oder sogar direkt aus den heimatlichen Landkreisen kommen, sowas gibt es wohl echt nur bei Siemens.
Apropos Siemens. Freitag durfte ich mein erstes Staff Meeting genießen und auch in gewisser Hinsicht Lob kassieren, weil ich in letzter Zeit an einem kleinen Projekt gearbeitet habe und die Ergebnisse dem Team und speziell der Chefin gut gefallen haben. Schöner Gruß an dieser Stelle an die MR DCU in Erlangen;) Ich bin mal gespannt, was jetzt als nächstes auf mich zukommt.
Die Begeisterung über meinen tollen Mietwagen ist mittlerweile auch der Ernüchterung gewichen, da das Teil doch sehr viel Sprit säuft. Ich habe ihn mittlerweile auf eine gas mileage von knapp 21 miles per gallon (umrechen dürfters selber, bin ich zu doof) eingefahren, aber das ist immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Zumal ich meinen Fahrstil dermaßen ändern musste, dass das Vergnügen über den blubbernden 6-Zylinder verflogen ist
Nun aber zu etwas völlig ande
rem. New York war wieder mal ein Erlebnis, dieses Mal wars auch nicht so kalt wie letztes Mal. Staten Island hatte ich ja schon erwähnt, es kommen noch hinzu Broadway und der Bulle vor Wall Street, Times Square und das Hard Rock Café und als Highlight das Observation Deck des Rockefeller Center – bei Nacht.
Das war die 20 $ Eintritt auf jeden Fall wert. Wenn da nicht die nervige französische (oder kanadische) Schulklasse gewesen wäre, aber man kann ja nicht alles haben. Jetzt noch ein Gruß an die liebe Sas. Ich weiß, ich schulde Dir noch Bilder von der Public Library, und wir waren auch da, nur leider zu spät. Der Laden hatte schon zu. Ich habe immerhin Bilder von der Außenfassade gemacht, aber das wird Dir sicher nicht weiterhelfen. Ich verspreche aber, dass ich einen kompletten Eintrag nur über die Public Library schreibe, wenn ich das nächste Mal in NY war und auch die Bücherei besucht habe. Natürlich habe ich alternativ was für den Jon. Vor der Public Library nämlich haben wir eine Breakdance-Truppe angetroffen und ich war so geschickt und habe ein paar Videos gemacht.
Die Jungs hattens echt drauf. Eine Kollegin, die dabei war, hat sich dann noch an einem essentialistisch-reduktionistisch-naturalisierendem Alteritätskonstrukt versucht und hat gemeint, dass „die des ja im Blut haben, das mit dem Tanzen und dem Rhythmus“. Da konnte ich dann nicht wiederstehen und musste an den Herrn Lösch und seinen Herrn Tschabobo denken. „Des kanner, der Neecher“. War echt wieder klasse. Das war aber dann noch nicht mal die einzige afro-amerikanische Performance. In der U-Bahn ist uns noch eine A-capella-Gruppe begegnet, die ein Lied angestimmt haben, wo es darum ging, dass man „our soldiers home“ bringen solle, genauer gesagt „down by the riverside“. Sehr interessant und ein bisschen skurril, weil die gleich weitergezogen sind, als wäre nichts gewesen.
Insgesamt also ein transnationales soziales Wochenende mit reduktionistischem Einschlag und (ich war heute in King of Prussia Klamotten kaufen) einer Prise kritiklosen materialistischem Kapitalismus. Prost!



ich hatte schon angst, dass du mich vergessen hast. aber ich freu mich auf die bilder
und es freut mich wirklich, dass es dir dort so gut geht.
ich kann mich der sassi da nur anschließen… schön, dass du da drüben so viel spaß hast!
und ansonsten: thx for the vid! und die acapella vorstellung hätte ich auch ganz gerne gehört… ach ja: du hast bei dem alteritätskonstrukt noch das biologistisch vergessen, meister…
Wie konnte ich nur…Schande auf mein Haupt;)
Aber ich hab das ganze mal unter naturalisierend zusammengefasst…
Und so gut es mir hier auch geht, ich freu mich wieder auf daheim und auf Euch Nasen! Das musste ja auch mal gesagt werden.
Achja, die A-capella-Vorstellung hätte ich ja gefilmt,aber in der U-Bahn is jegliche Art von Aufzeichnung verboten…
weil?
@ sassi: weil die amis in mancherlei hinsicht ein wenig… sagen wir… seltsam sind…
@ tim: ich hab den verbrauch deiner karre mal umgerechnet. kommt so auf 21 bis 22 liter/100 km… mehr sog i ned…
so, und nun mach ich frühstück und wünsche euch einen schönen tag
weil sie komisch sind ist keine antwort. da muss es doch nen sinnigen grund geben. es gibt für fast alles nen grund.