Nachdem ich den Post jetzt mit so einer poetischen Überschrift eingeleitet habe, sollte man erwarten, dass jetzt ein Bericht über atemberaubende Landschaften, tiefe Abgründe, wilde Schluchten, romantische Sonnenuntergänge und gefährliche Tiere kommt. Tatsache ist aber: Mir tun die Haxen weh.
Die Vorgeschichte: Wir haben in der Arbeit einen „Interntable“ im Intranet stehen, wo jeder mit seinen Daten drinsteht und jeder auch Ausflüge posten kann, wo man sich dann einträgt. Letzte Woche stand da eben „Wandern in Hawk Mountain“. Ich hab mich dunkel erinnert, dass mein Kollege Harald Bischoff – Deutscher im Sinne der Abstammung, aber amerikanischer Staatsbürger und Landlord von zwei der anderen Praktikanten – erzählt hatte, dass er da kürzlich war. Ich also über die Ecke meines Cubes gespitzt und ihn gefragt, ob sich das lohnt, da mitzufahren. Ja, schöne Landschaft und bissl Bewegung, lohnt sich definitiv. Ich so: Naja, dann muss ich aber noch los und mir Wanderschuhe holen. Neee, das kann man locker mit Turnschuhen machen, meint er. Er war selber letztes Mal mit ganz normalen Schuhen unterwegs.
Rechts sieht man, wie der Großteil des „gut ausgebauten Wanderpfades“ aussah. Is klar, braucht man keine Wanderschuhe…..Jaaaaaaa.
Dementsprechend sind meine normalen Schuhe jetzt auch einigermaßen durchgelatscht.
Nichts desto weniger war der Ausflug auf jeden Fall jeden Cent wert, weil man endlich mal nicht in einer Großstadt, sondern in der freien Natur unterwegs war. Zu Hawk Mountain: Das Ganze ist eine Art Nationalpark, gleichzeitig aber auch ein Schutzgebiet für Raubvögel. Von denen hat man ab und zu mal einen am Hang entlangfliegen sehen. Die Landschaft war tatsächlich echt schön, wie man sieht, und zusätzlich hat auch noch gestern spontan der Frühling eingesetzt, mit ca. 18°C. Endlich Wärme!
Wir haben ca. 4 Stunden gebraucht, um den Rundgang zu machen, der auf der Karte eingezeichnet war und
haben dabei ca. 400 Höhenmeter – sowohl auf-, als auch abwärts – zurückgelegt. Was dazu führte, dass jeder danach ziemlich im Eimer war.
Auf der Heimfahrt haben wir dann auch noch an einem Outdoor-Laden angehalten. Warum macht man sowas nicht vorher? Da hätt ich mir wunderbare Wanderschuhe kaufen können. Aber nein, man geht erst wandern, und dann in den Outdoor-Shop. Egal. Dieser Outdoor-Shop aber (ich hab leider keine Bilder gemacht) hatte alles, aber auch wirklich alles, was man für den Gebrauch in der Wildnis so braucht. Ausrüstung, Rucksäcke, Truthahn-Köder, Zelte, Grills, Gewehre, Revolver, Munition, Buggys, Angelruten samt Leine, einfach alles. Und noch dazu war der Laden ein halbes Museum: Überall gabs ausgestopfte Tiere in lebensecht nachempfundenen Umgebungen (Sprich: in dem einen Raum zum Beispiel hatten sie ein ganzes Stück afrikanische Savanne aufgebaut, wo ein Elefant rumstand und ein paar Löwen Jagd auf ein Rudel Gazellen gemacht hat). Da kann man als Europäer eigentlich nur mit offenem Mund dastehen und staunen. Um hier mal Obelix zu zitieren: „Die spinnen, die Amis“.
Heute war eigentlich ein Trip nach Baltimore angesetzt, um das dortige Aquarium anzuschauen, ich bin aber abgesprungen, weil mir erstens die Beine wehtun und ich net schon wieder laufen will und zweitens mir von dem Aquarium wärmstens abgeraten wurde, weil das ziemlich schäbig sein soll. So verbring ich einfach mal einen entspannten Sonntag und geh nachher vielleicht noch was einkaufen. Geht ja hier, die Geschäfte haben ja auch Sonntags auf. Ätsch!





ooooh…
Angeblich ist in Amerika ja alles ein bißchen grösser… wär doch optimal für dich da Schuhe zu kaufen
Arsch…..
klingt interessant… und die naturparks der amis haben schon wirlich was zu bieten, da kann man nix sagen. auch wenn wandern an sich nicht so mein metier ist…
tja, hier ist das semester wieder in vollem gange. aber viel neues gibt es nicht wirklich, würde ich mal sagen. außer, dass die cycles-sessions mir jetzt schon ziemlich abgehen…